I t ' s  n e v e r  t o o  l a t e


Geschlechterverhältnisse in Österreich
Sektionsveranstaltung beim ÖGS-Kongress 2009

 

Rückschritte und Fortschritte, Stillstand und Bewegung: Die kulturellen, gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der österreichischen Gegenwartsgesellschaft sind geprägt von Ambivalenzen, Ambitionen und Anachronismen – auch und gerade hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Geschlechterverhältnisse.
Ob Bildung, Erwerbstätigkeit, unbezahlte Arbeit, Familie, private Lebens- und Beziehungsformen, Kultur, Kunst oder Migration – sowohl innerhalb einzelner sozialer Bereiche als auch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Sphären wird die Widersprüchlichkeit und Vielgestaltigkeit der Geschlechterverhältnisse sichtbar. In manchen Bereichen ist es die Kluft zwischen Bekenntnissen auf der diskursiven oder rhetorischen Ebene und deren Umsetzung in den sozialen Praxen, die auffällt. In anderen Bereichen legt erst die Verortung Österreichs im internationalen Vergleich den Blick auf die Besonderheiten der bestehenden Verhältnisse frei. In wieder anderen Bereichen sind es politische Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Einstellungen und tatsächliche Lebensweisen, die scheinbar nicht recht zueinander passen wollen.
Wie steht es um die gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse in Österreich? Welche Entwicklungen sind zu verzeichnen, welche zu erwarten? Wo finden sich Widersprüchlichkeiten, wo zeichnen sich klare Tendenzen ab? Unter dem Motto "It’s never too late" lädt die Sektion zu einer thematisch breiten Auseinandersetzung ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach dem Status
quo der Geschlechterverhältnisse in unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens:

  • Arbeit (Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit)
  • Bildung
  • Familie, private Lebensführung und Beziehungsformen
  • Migration
  • Kunst und populäre Kulturen

 

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